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Irre- Kapitel 8

Kapitel 8:

 

 „Erzähl!“, forderte Nathan seinen Bruder auf.

 „Was soll ich erzählen?“, fragte William.

 „Erzähl von ihr!“            

 „Sie ist hübsch! Bildhübsch! Sie hat braune Haare, blaue Augen und ein Lächeln, dass du niemals wieder vergessen wirst. Ihr Charakter ist..., Scheiße wie soll ich es dir sagen? Ich sag es mal so, du würdest denken, es gibt noch gute Menschen auf dem Planeten!“

 „Wie heißt sie?“

 „Magareth! Oder ich nenne sie einfach Meg.“

 „Ist Meg nicht die Kurzform von Megan?“

 „Ja ist sie. Aber ihr gefällt es.“

 „Lass mich raten, sie nennt dich Will?“ „Natürlich. Wieso fragst du?“

 „Weil dich jeder Affe Will nennt, wenn er will oder könnte.“

 „Das Besondere daran ist nicht das mich jeder Will nennt. Das besondere ist, dass sie ich Will nennt, Nate. Und vielleicht wirst du auch mal in den Genuss kommen, dass dich jemand mal Nate nennt, aber du feststellst das jemand mit richtiger Freude deinen Namen nennt.“

 „Du spielst zuviel Spiele, Alter.“

 „Was hat das damit zu tun?“
 „Keine Ahnung. Du spielst einfach zuviel. Es ist nicht immer alles so wie in Final Fantasy.“

 „Was?“

 „Ich versuche es dir mal so zu sagen. In Final Fantasy 10 geht die Welt von... wie heißt der Typ nochmal?“

 „Tidus!“

 „Tidus, danke! Sie geht unter und er reißt durch die Zeit. Was er aber noch nicht weiß, dass das Wesen das die Welt bedroht sein eigener Vater ist. Er trifft dort auf Sauron oder wie er heißt und man findet schnell heraus, dass Sauron eine verlorene Seele ist, die sich zur Aufgabe gesetzt hat, den Big Boss zu töten. Tidus und Yuna verlieben sich in einander. Und als am Ende Tidus seinen Vater besiegt und er realisiert, dass auch er sich auflöst, wollen er und Yuna sich nocheineinziges Mal in den Arm nehmen. Und was passiert? Als sie ihre Arme schließen zur Umarmung, ist Tidus weg. Aufgelöst ins Nirvana! Die große Liebe ist weg. Aber sie existiert weiterhin.“

 „Du vergleichst das reale Leben mit einem Videospiel?“

 „Warum nicht?“

 „Ich dachte, ich bin der Idiot mit den Konsolen.“

 „Will... Ich wünsche dir alles gute. Steiger dich nur nicht so schnell in etwas hinein.“

 „Nein, habe ich nie gemacht und ich werde es auch nicht tun!“

 „Lass dir aber nicht zuviel Zeit. Patricia...“

 „Erwähne diesen Namen nicht! Du weißt nicht wie gut mir Meg tut. Sie hilft mir soviel zu vergessen und durch sie erlebe ich soviel neues.“

 „`N Bier?“

 „Ein kaltes!“

 „Willst du ein deutsches Bier?“
 „Wenn du welches hast.“

 

 Nate gibt ihm ein deutsches Bier. Beide machen es gleichzeitig auf und stoßen an.

 

 „Was macht die Arbeit?“, fragte Will.

 „Naja, es wäre mal Zeit für ein wenig Urlaub.“

 „Wann hast du Urlaub?“

 „Im März.“

 „Noch vier Monate. Junge, junge.“

 „Ist eben so als Bauzeichner. Wir haben viel zuviele Aufträge.“

 „Zum Glück hab ich ab Montag, die nächsten zwei Wochen frei.“

 „Lass mich raten, du fährst nich weg, oder?“

 „Ich weiß es nicht. Meg hat drei Wochen frei. Hey, das ist reiner Zufall, ok. Mal schauen. Ich denke aber eher nicht!“

 

 Williams Handy klingelt.

 

 „Ist bestimmt Meg!“, sagte Nate in einem ironischen Unterton.

 

 Er schaute auf das Handy und sah Tonys Name auf seinem Display stehen.

 

 „Nein, es ist Tony.“

 „Und?“
 „Interessiert mich nicht.“

 „Ok.“

 „Nimmst du es mir übel, dass ich nun gehe. Habe was vor.“

 „Meg?“
 „Ja!“

 „Unter einer Bedinung.“

 „Die wäre?“
 „Nächsten Samstag kommt ihr beide her. Ich will sie gerne mal kennenlernen!“

 

 William gab Nate einen Handschlag. „Ok! Alles klar.“

 

 „Ich wünsche dir viel Glück, mein Bruder!“

 

 William zischte schnell sein Bier und ging dann fort.

1 Kommentar 12.10.09 13:00, kommentieren

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Irre- Kapitel 7

Kapitel 7:

 

 Meg war zuhause und machte sich ersteinmal einen Kaffee. Es war ihr egal, dass es schon kurz nach Mitternacht war. Es musste ihr ersteinmal klar werden, dass sie wieder in einer Beziehung ist. Sie kam sich fremd vor. Ihre Katze wollte nur weiterschlafen. Die Katze kümmerte es nicht viel was Meg gerade fühlte.

 

 „Jones, du Penner!“, rief sie der Katze zu. „Warum freust du dich nicht für mich?“

 

 Jones blieb weiter auf der Couch liegen. Meg griff in ein Bücherregal und holte ein altes Buch heraus. Es hatte keinen Titel oder besondere Form. Es hätte ein Buch wie jedes andere auch sein können. Sie wählte aber dieses Buch aus, weil es für sie von Bedeutung war. Es war ihr Tagebuch. Sie schlug die nächste freie Seite auf und als sie anfangen wollte zu schreiben, blätterte sie zurück und las sich die vergangene Woche durch.

 

Montag,

 

gestern bin ich nach dem aufwachen sofort zum Arzt gegangen. Es wurde nicht besser. Aber mein Arzt sagte mir, ich solle noch ein paar Tage warten bis er eine Diagnose hat. Er geht aber davon aus, dass es nichts schlimmes sei. Schwanger bin ich zum Glück nicht. Am Abend war ich auf einer Party. Sie war nichts besonderes die Party, aber sie hatte ihren Reiz. Der Reiz bestand darin, wer wie schnell sein Glas mit irgendwelchen Hochprozentigen Gläserninhalten leer trinkt. Aber es gab ein Highlight. Während sich Alicia mit irgendeinem Volltrunkenen ihr Vergnügen hatte, lernte ich William kennen. Mein erster Eindruck war, dass er ein netter Kerl ist. Er fuhr mich heim und als Revanche treffen wir uns am Freitag. Keine Ahnung was er vor hat. Ich bin schon ein wenig aufgeregt. Aufgeregt wie ein kleines Mädchen, dass auf ihr erstes Mal wartet.

 

 

 

Dienstag,

 

ich war heute mit Daniel Kaffee trinken. Er lud mich ein. Wir unterhielten uns über viele Dinge. Es war schön. Manchmal ist er merkwürdig, wenn er über bestimmte Dinge redet und es erklärt als ob er doppelt so alt wäre. Obwohl er gerade drei Tage älter wie ich ist. Aber es war trotzdem schön, bis zu dem Zeitpunkt als er nach Hause fuhr und mich hat laufen lassen. Aber was solls. Im Grunde genommen ist er ein guter Mensch. Ich verstehe nur seine Witze nicht ganz. Aber was soll ich da machen??? Er ist eben Brite... Als ich zuhause ankam war alles beim alten. Jones schläft und der Kaffee ist wieder kalt. Ich machte mir einen Kaffee und ging dann ins Bett schlafen. Manche Leute trinken Kaffee um wach zu bleiben. Ich brauche Kaffee um einzuschlafen.

 

 

Freitag,

 

heute treffe ich mich mit William. Oder Will. So darf ich ihn nennen. Und ich bin nun richtig nervös. Was machen wir? Wohin gehen wir? Wie wirkt er, wenn ich nüchtern bin? Küsst er wirklich so gut, wenn ich nüchtern bin? Wo ist der Ort für einen ehrlichen Kuss? Auf der Straße, im Regen, auf dem Berg nah beim Mond? Oder kann man ihn nur vom Totenbett holen?

 

 

 

 Sie las es und lächelte dabei. Sie schaute auf Jones und die Katze machte sich nicht die Mühe sich zu bewegen. Er schlief tief und fest und wenn Meg ihre Katze nicht kennen würde, würde sie davon ausgehen sie sei tot.

 

 „Im Auto.“, sagte sie. „Im Auto.“

20.9.09 23:13, kommentieren

Irre- Kapitel 6

Kapitel 6:

 

 William und Meg verliesen ein Kino am Freitag. Man merkte, dass William der Film gefallen hat und Meg nichts mit dem Film anfangen kann.

 

 „Und?“, fragte er Meg.

 „Naja...“

 „Naja?“

 „Ja, der Terminator ist eben nichts für mich.“

„Wie? Der Terminator ist das non plus ultra!“

 „Wenn du meinst.“

 „Wie?“
 „Tu was du willst...“, sagte Meg in einem enttäuschenden Ton.

 „Meg...“

 „Ja?“

 „Was soll das?“

 „Was denn?“
 „Du bist so abweisend!“
 „Nein, bin ich nicht!“

 „Doch das bist du! Gerade in diesem Moment!“

 „Nein Will, es ist was anderes!“

 „Dann sag es!“
 „Ich kann nicht!“

 „Sag es einfach!“
 

 Meg holte tief Luft und zögerte etwas zu sagen. Sie stiegen in Williams Auto und er fuhr los.

 
 „Moment! Willst du noch was essen?“
 „Gerne!“

 „Gut, ich zahle!“
 „Aber..“
 „Ich zahle!“

 „Ok...“
 „Also sag es!“

 „Kurz bevor ich dich kennengelernt habe, lernte ich jemand anderes kennen.“

 William musste tief im inneren schlucken.

 

 „Aha...“
 „Ja... Und nun finde ich es irgendwie Scheiße, mit dir weggegangen zu sein und er ... ja...“

 „Ich verstehe!“

 

William hielt an einem Schnellrestaurant an.

 

 „Macht es dir was aus, wenn ich hier sitzen bleibe?“

 

 William schaute raus und sah, dass es draußen regnete als ob jemand Wassereimer aus dem Himmel kippen würde.

 

 „Nun, wenn ich das Wetter sehe, dann ist es ok. Cheeseburger?“
 „Ja, einen!“

 „Ok, bis gleich!“

 

 William stieg aus und rannte in den Imbiss. Meg suchte eine CD bei ihm im Auto raus und spielte es im Radio. Es war deutsche Musik, was sie verwunderte. Nach wenigen Minuten kam er zurück und gab ihr ihren Burger.

 

 „Was ist das für ein Lied?“
 „Das ist Rammstein mit Ohne Dich!“

 „Um was geht es da?“
 „Der Sänger vermisst jemanden. Er beschreibt seine Einsamkeit, seine Gefühle wie dreckig es ihm geht. Am liebsten würde er aufhören zu atmen und alles vergessen, aber es fällt ihm zu schwer. Er kann aber nicht klar werden mit seinen Gedanken und Gefühlen und besingt es.“

 „Mir gefällt das Lied. Woher kannst du Deutsch?“
 „Mein Großvater flüchtete damals aus Nazideutschland nach Mexiko.“

 „Dein Großvater war bei der SS?“

 „Nein, er war Jude!“

 „Jude? Bist du Jude?“
 „Ich hab nicht viel mit Religion zu tun.“

 „Woher kommts?“
 „Wenn Gott dir befehlen würde, deine Familie zu töten, würdest du es tun?“

 „Nein...“
 „Also. Wir haben einen freien Willen und das soll man so belassen.“
 „Bist du in Mexiko geboren?“
 „Ja. Ich sprech fließend Englisch, Spanisch und Deutsch!“

 „Ehrlich?“
 „Ja! Ich wurde auch als Willhelm geboren. Aber jeder nennt mich William oder Will und das soll so bleiben!“

 „Ah ok!“

 „Und bei dir?“
 „Ich bin in Las Vegas geboren worden!“
 „Las Vegas? Dort wollte ich schon immer mal hin!“

 „Warum?“
 „Diese floroszierenden Lichter. Diese Stadt sie reizt mich. Das und Glücksspiel!“
 „War mir so klar... Aber so schön ist Vegas nicht.“
 „Warum?“
„Ich bin dort aufgewachsen. Und wenn man jeden Tag die besoffenen sieht, oder die Schlägereien und Randalen, die Polizei und das die Stadt niemals ein Ende mit feiern kennt... Nein! Mir gefällt es nicht! Jeden Tag war etwas los. Meine Eltern haben uns auch ständig alleine raus spielen lassen. Und nicht zu wenig kamen dann irgendwelche Notgeilen Wichser die mit uns ins Bett gehen wollten oder Junkies. Dann sah toten Menschen oder besoffene oder Junkies die elendig verrecken! Oh Gott...“

 

 Meg hatte Tränen in den Augen. William nahm sie in den Arm um sie zu trösten.

 

 „Tut mir leid!“, sagte er.

 „Du kannst ja nichts dafür.“

 „Ich weiß, aber tut mir Leid.“

 „Als ich sechzehn war zog ich weg aus Vegas. Nach Michigan zuerst.“

 „Und?“
 „Es wurde besser.“

 „Freut mich!“
 „Danke! Oh Gott...“
 „Was ist?“

 „Nichts!“

 „Es geht um den anderen, richtig?“
 „Ja...“
 „Soll ich dich zu ihm fahren?“
 „Ich habe nun zwei Männer in meinem Kopf. Oder sagen wir, nun ist es nur noch einer!“
 „Soll ich dich zu ihm fahren?“
 „Nein!“

 „Warum?“
 „Ich denke, du weißt warum!“

 

 William sagte nichts. Es musste ihm binnen Sekunden klar werden, dass er der Auserwählte ist.

 

 „Du scherzt?“
 „Nein! William! Ich will dich! Ich habe mich in dich verliebt, als ich dich das erste Mal gesehen habe! Ich weiß, es klingt klischeehaft, aber es war Liebe auf den ersten Blick!“

 „Liebe ist für alle da! Auch für mich!“, sagte er mit einem fröhlichen Lächeln.

 „Ich verliebe mich zu schnell, das ist das Problem! Und ich habe Angst, dass du mich fallen lässt wie eine leere Dose!“

 „Meg! Wenn diese Dose fällt, hebe ich sie auf und fülle sie wieder.“

 „Was für ein Satz!“
 „Ja Scheiße, ich weiß. Aber mir ist nichts anderes eingefallen.“

 „Und nun?“

 

 William sah sie an und küsste sie.

 

 „Ich denke, du weißt Bescheid!“

 

 Meg lächelte.

 

 „Ich habe da noch eine Frage an dich?“, sagte Meg.

 „Ja?“
 „Was ist so geil am Terminator?“
 „Uff... Also, es ist eine sehr komplexe Geschichte. Der Vater, der aus der Zukunft kommt, der von John Connor persönlich geschickt wurde und nun versucht die Welt zu retten. Wie ein Messias. Wie die Bibelgeschichte. John Connor, der Prophet! Und alleine im zweiten Teil, als sie der Maschine, den Chip umprogramieren damit er anfängt zu lernen. Dadurch gelangt er ein kleines Bewusststein, hört aber weiter auf John Connor! Als sie Ende am Schmelztiegel sind und den geklauten Chip von Cyberdine Systems und den Arm des ersten Terminators vernichten. Und Arnie dann meint er muss sich selbst vernichten! Connor ihm dann befiehlt nicht zu gehen. Und die Maschine sagt, er weiß nun warum die Menschen weinen. Und es ist etwas was er nie tun kann.“
 „Sowas gefällt dir?“
 „Ich bekomme immer gänsehaut bei der Szene.“

 „Aja!“
 „Warum ich?“
 „Ich weiß nicht! Du bist es! Du bist die Maschine und ich John Connor!“

 „Jane Connor...“
 „Haha...“
 „Soll ich dir was sagen?“
 „Ja?“
 „Ich bin froh, dass du es bist! Und ich bin froh, dass ich es bin!“

 „Nimmst du es mir übel, wenn ich nun nach Hause will?“

 

 William sagte nichts. Er startete den Wagen und fuhr sie heim. Beim aussteigen, küsste er sie. Man sah, dass beide glücklich sind im Moment.

Kapitel 6:

 

 

 William und Meg verliesen ein Kino am Freitag. Man merkte, dass William der Film gefallen hat und Meg nichts mit dem Film anfangen kann.

 

 „Und?“, fragte er Meg.

 „Naja...“

 „Naja?“

 „Ja, der Terminator ist eben nichts für mich.“

„Wie? Der Terminator ist das non plus ultra!“

 „Wenn du meinst.“

 „Wie?“
 „Tu was du willst...“, sagte Meg in einem enttäuschenden Ton.

 „Meg...“

 „Ja?“

 „Was soll das?“

 „Was denn?“
 „Du bist so abweisend!“
 „Nein, bin ich nicht!“

 „Doch das bist du! Gerade in diesem Moment!“

 „Nein Will, es ist was anderes!“

 „Dann sag es!“
 „Ich kann nicht!“

 „Sag es einfach!“
 

 Meg holte tief Luft und zögerte etwas zu sagen. Sie stiegen in Williams Auto und er fuhr los.

 
 „Moment! Willst du noch was essen?“
 „Gerne!“

 „Gut, ich zahle!“
 „Aber..“
 „Ich zahle!“

 „Ok...“
 „Also sag es!“

 „Kurz bevor ich dich kennengelernt habe, lernte ich jemand anderes kennen.“

 William musste tief im inneren schlucken.

 

 „Aha...“
 „Ja... Und nun finde ich es irgendwie Scheiße, mit dir weggegangen zu sein und er ... ja...“

 „Ich verstehe!“

 

William hielt an einem Schnellrestaurant an.

 

 „Macht es dir was aus, wenn ich hier sitzen bleibe?“

 

 William schaute raus und sah, dass es draußen regnete als ob jemand Wassereimer aus dem Himmel kippen würde.

 

 „Nun, wenn ich das Wetter sehe, dann ist es ok. Cheeseburger?“
 „Ja, einen!“

 „Ok, bis gleich!“

 

 William stieg aus und rannte in den Imbiss. Meg suchte eine CD bei ihm im Auto raus und spielte es im Radio. Es war deutsche Musik, was sie verwunderte. Nach wenigen Minuten kam er zurück und gab ihr ihren Burger.

 

 „Was ist das für ein Lied?“
 „Das ist Rammstein mit Ohne Dich!“

 „Um was geht es da?“
 „Der Sänger vermisst jemanden. Er beschreibt seine Einsamkeit, seine Gefühle wie dreckig es ihm geht. Am liebsten würde er aufhören zu atmen und alles vergessen, aber es fällt ihm zu schwer. Er kann aber nicht klar werden mit seinen Gedanken und Gefühlen und besingt es.“

 „Mir gefällt das Lied. Woher kannst du Deutsch?“
 „Mein Großvater flüchtete damals aus Nazideutschland nach Mexiko.“

 „Dein Großvater war bei der SS?“

 „Nein, er war Jude!“

 „Jude? Bist du Jude?“
 „Ich hab nicht viel mit Religion zu tun.“

 „Woher kommts?“
 „Wenn Gott dir befehlen würde, deine Familie zu töten, würdest du es tun?“

 „Nein...“
 „Also. Wir haben einen freien Willen und das soll man so belassen.“
 „Bist du in Mexiko geboren?“
 „Ja. Ich sprech fließend Englisch, Spanisch und Deutsch!“

 „Ehrlich?“
 „Ja! Ich wurde auch als Willhelm geboren. Aber jeder nennt mich William oder Will und das soll so bleiben!“

 „Ah ok!“

 „Und bei dir?“
 „Ich bin in Las Vegas geboren worden!“
 „Las Vegas? Dort wollte ich schon immer mal hin!“

 „Warum?“
 „Diese floroszierenden Lichter. Diese Stadt sie reizt mich. Das und Glücksspiel!“
 „War mir so klar... Aber so schön ist Vegas nicht.“
 „Warum?“
„Ich bin dort aufgewachsen. Und wenn man jeden Tag die besoffenen sieht, oder die Schlägereien und Randalen, die Polizei und das die Stadt niemals ein Ende mit feiern kennt... Nein! Mir gefällt es nicht! Jeden Tag war etwas los. Meine Eltern haben uns auch ständig alleine raus spielen lassen. Und nicht zu wenig kamen dann irgendwelche Notgeilen Wichser die mit uns ins Bett gehen wollten oder Junkies. Dann sah toten Menschen oder besoffene oder Junkies die elendig verrecken! Oh Gott...“

 

 Meg hatte Tränen in den Augen. William nahm sie in den Arm um sie zu trösten.

 

 „Tut mir leid!“, sagte er.

 „Du kannst ja nichts dafür.“

 „Ich weiß, aber tut mir Leid.“

 „Als ich sechzehn war zog ich weg aus Vegas. Nach Michigan zuerst.“

 „Und?“
 „Es wurde besser.“

 „Freut mich!“
 „Danke! Oh Gott...“
 „Was ist?“

 „Nichts!“

 „Es geht um den anderen, richtig?“
 „Ja...“
 „Soll ich dich zu ihm fahren?“
 „Ich habe nun zwei Männer in meinem Kopf. Oder sagen wir, nun ist es nur noch einer!“
 „Soll ich dich zu ihm fahren?“
 „Nein!“

 „Warum?“
 „Ich denke, du weißt warum!“

 

 William sagte nichts. Es musste ihm binnen Sekunden klar werden, dass er der Auserwählte ist.

 

 „Du scherzt?“
 „Nein! William! Ich will dich! Ich habe mich in dich verliebt, als ich dich das erste Mal gesehen habe! Ich weiß, es klingt klischeehaft, aber es war Liebe auf den ersten Blick!“

 „Liebe ist für alle da! Auch für mich!“, sagte er mit einem fröhlichen Lächeln.

 „Ich verliebe mich zu schnell, das ist das Problem! Und ich habe Angst, dass du mich fallen lässt wie eine leere Dose!“

 „Meg! Wenn diese Dose fällt, hebe ich sie auf und fülle sie wieder.“

 „Was für ein Satz!“
 „Ja Scheiße, ich weiß. Aber mir ist nichts anderes eingefallen.“

 „Und nun?“

 

 William sah sie an und küsste sie.

 

 „Ich denke, du weißt Bescheid!“

 

 Meg lächelte.

 

 „Ich habe da noch eine Frage an dich?“, sagte Meg.

 „Ja?“
 „Was ist so geil am Terminator?“
 „Uff... Also, es ist eine sehr komplexe Geschichte. Der Vater, der aus der Zukunft kommt, der von John Connor persönlich geschickt wurde und nun versucht die Welt zu retten. Wie ein Messias. Wie die Bibelgeschichte. John Connor, der Prophet! Und alleine im zweiten Teil, als sie der Maschine, den Chip umprogramieren damit er anfängt zu lernen. Dadurch gelangt er ein kleines Bewusststein, hört aber weiter auf John Connor! Als sie Ende am Schmelztiegel sind und den geklauten Chip von Cyberdine Systems und den Arm des ersten Terminators vernichten. Und Arnie dann meint er muss sich selbst vernichten! Connor ihm dann befiehlt nicht zu gehen. Und die Maschine sagt, er weiß nun warum die Menschen weinen. Und es ist etwas was er nie tun kann.“
 „Sowas gefällt dir?“
 „Ich bekomme immer gänsehaut bei der Szene.“

 „Aja!“
 „Warum ich?“
 „Ich weiß nicht! Du bist es! Du bist die Maschine und ich John Connor!“

 „Jane Connor...“
 „Haha...“
 „Soll ich dir was sagen?“
 „Ja?“
 „Ich bin froh, dass du es bist! Und ich bin froh, dass ich es bin!“

 „Nimmst du es mir übel, wenn ich nun nach Hause will?“

 

 William sagte nichts. Er startete den Wagen und fuhr sie heim. Beim aussteigen, küsste er sie. Man sah, dass beide glücklich sind im Moment.

13.9.09 05:08, kommentieren

Irre- Kapitel 5

Kapitel 5:

 

 

 William fuhr mit dem Auto und beobachtete in manchen Sekunden der Fahrt was Meg gerade tut. Sie saß neben ihm auf dem Beifahrersitz und ihr rechter Ellenbogen lehnte sich am Fenster an, während sie ihr Kopf an ihrer Hand sich lehnte.  William hatte das Gefühl, dass sie nachdenkt, da während der bisherigen Fahrt kein einziges Wort gesagt wurde. Er wusste nicht, ob er sie ansprechen sollte oder nicht. Die Musik drehte er leiser, sie war sowieso nicht laut.

 

 „Worüber denkst du gerade nach?“, fragte er und wollte das Eis brechen.

 „Über nichts besonderes!“, antwortete Meg.

 „Du siehst so nachdenklich aus. Was beschäftigt dich?“

 „Nichts...“

 „Meg! Was ist? Du kommst schon nach Hause, keine Sorge.“

 „Darüber sorge ich mich nicht.“

 „Aber du sorgst dich wegen was. Was los?“

 „Ich mache mir keine Sorgen!“

 

 William hielt am Wegesrand an und schaltete den Motor ab. Das Licht seines Skoda Octavia lies er an. Es war ja noch dunkel, dachte er sich.

 

 „Warum hältst du an?“, fragte sie sehr überrascht und etwas apathisch.

 „Ich weiß was dich beschäftigt!“

 „Du machst mir Angst...“

 „Du brauchst keine Angst zu haben. Meine Fingerabdrücke sind aktenkundig!“

 „Was?“

 „Egal! Du musst keine Angst haben vor mir.“

 „Mir macht es mehr Angst, dass wir mitten auf der Straße stehen, in der Dunkelheit, wo uns jeder hinten reinfahren kann oder irgendein Psychopath jedem Moment aus dem nichts auftaucht und uns weh tut.“

 

 William sah sich im Auto um. Er wollte Ruhe ausstrahlen.

 

 „Das macht mich noch nervöser!“, sagte sie.

 „Was denn?“

 „Das du versuchst Ruhe auszustrahlen, aber es irgendwie ins lächerliche ziehst.“

 „Was beschäftigt dich, Meg?“

 „Es ist nichts...“

 „Du kennst mich seit zwei Stunden. Okay etwas länger, aber auf die paar Stunden kommt es nicht mehr an. Du hast mit mir ein Date am Freitag und denkst jetzt ob du dich richtig entschlossen hast. Du hast mich geküsst, auch wenn du besoffen warst oder bist...“

 „Als ich dich geküsst habe, wurde ich nüchtern.“, unterbrach sie ihn.

 

 William war sprachlos. Er wollte gerade was sagen als hinter ihm ein Auto zum stehen kam und Lichthupe gab, dass er weiterfahren soll.

 

 „Hey du Wichser!“, rief der Fahrer aus dem Auto. „Fahr weiter!“

 William kurbelte das Fenster runter und rief: „Nenn mich nicht Wichser, du Rentner! Wir haben hier irgendne Panne! Fahr weiter, du Arsch!“

 

 Der Fahrer fuhr weiter. Auch im dunkeln konnte man sein grimmiges Gesicht erkennen.

 

 „Ich habe ein Problem, William.“, sagte Meg während er das Fenster wieder hochkurbelte.

 „Ich habe ein Problem! Ich verliebe mich schnell habe Angst wieder verarscht zu werden.“

 „Wie alt bist du?“

 „Was hat das damit zu tun?“

 „Wie alt bist du?“

 „24! Und du?“

 „27! Wir fallen alle auf etwas rein. Ich fahr dich jetzt nach Hause und wir treffen uns am Freitag! Wir gehen ins Kino und dann...“

 „... gehen wir was trinken und reden über den Film! Das kenne ich!“

 „Und dann reden wir über uns.“

 „Über uns?“

 „Uns!“

 „Uns?“
 „Soll das ein Running Gag werden? Uns!“

 „Du bist anders, William...“
 „Ich bin nicht anders. Ich bin genauso wie jeder andere der dich heimgefahren hat und dich ins Kino eingeladen hat und eigentlich danach mit dir über den Film reden wollte.“

 „Was soll das heißen?“

 „Das wirst du am Samstag sehen!“

 „Freitag!“

 „Meine ich doch!“

 

 William startete den Wagen. Er fuhr einige Meter und blieb ganz still. Nach etwa drei Minuten Fahrt sah er einen Unfall. Der Mann, der ihm die Lichthupe gab fuhr gegen eine Laterne und stand fassungslos da.

 

 „Ähhh?“, war Meg verwundert.

 „Nicht der Rede wert.“

 „Da nach der Kreuzung links.“

 „Links! Okay!“

„Ich meine rechts!“

 „Rechts?“

 „Ja Rechts!“

 

 William bog dann auch rechts ab. Meg schnallte sich ab und wollte aussteigen.

 

 „Bis Freitag, William Meyers.“

 „Bis Freitag, Meg...“

 

 Er überlegte ihren Nachnamen. Kannte ihn aber nicht.

 

 „Ich habe dir meinen Nachnamen nicht gesagt!“

 „Woher kennst du meinen?“

 „Das wirst du am Samstag sehen!“

 „Du meinst Freitag?“

 „Das wirst du sehen. Bis dann...“

 

 Sie stieg aus und William fuhr nach Hause.

26.8.09 16:37, kommentieren

Irre- Kapitel 4

Kapitel 4:

 

 Die Party war im vollen Gange. Es war erstaunlich, dass soviele Leute in eine Wohnung passen. Es bildeten sich Gruppen, die ersten Pärchen, Sauffreunde und auch die ersten Alkoholleichen lagen auf dem Boden, auf dem Sofa oder Couch oder schliefen irgendwo wo Platz ist.

 

 William konnte nichts trinken. Er musste noch nach Hause fahren. Man musste kein Genie sein um zu erkennen, dass er deswegen ein wenig frustriert war. Er stand alleine auf dem Balkon und hielt seine Cola in der Hand. Seine Zigarette rauchte er in aller Ruhe. Zumindest sollte es so aussehen. Seine Gedanken waren komplett woanders. Er wollte am liebsten gehen. Den Vorschlag seines Freundes, Hank, ging er nicht ein. Seinen inneren Schweinehund konnte er nicht überwinden und so fristete er ein Schattendasein. Er unterhielt sich den ganzen Abend zwar mit einigen Leuten und auch einigen Frauen, aber so richtig wollte der Funken bei keiner Frau anspringen und bei den Männern keine richtige Sympathie entstehen. William fühlte sich nicht einsam oder verlassen auf der Feier. Er fühlte sich ein wenig unwohl. Etwas nervös wurde er als er plötzlich mitbekam, dass sich Fussschritte sich in Richtung Balkon näherten. Etwas wartend und überraschend schaute er in Richtung Balkontür. Sie öffnete sich und Maggie kam heraus.

 

 „Oh Verzeih!“, sagte sie.

 „Warum?“, fragte er.

 „Ich wusste nicht...“

 „... dass ich hier mich langweile?“

 „Störe ich?“

 „Nein! Stören tust du nicht.“

 

Maggie lächelte.

 

 „Maggie, richtig?“

 „Ja Maggie. Du warst William?“

 „Ja!“

 „Wie gehts dir Maggie?“

 „Ein bisschen zu viel getrunken, und dir?“

 „Ein bisschen zu wenig getrunken.“

 

Maggie lachte kurz auf.

 

 „Zu wenig?“

 „Ja zu wenig. Ich fahre noch Hause. Und da will ich nicht unbedingt noch etwas riskieren.“

 „Sag bloß du hast Angst vor der Polizei?“

 „Wer hat das nicht? Sag mir jetzt nicht, dass du der Polizei gegenüber furchtlos bist?“

 „Ich? Ich bin eine Maschine!“

 „Natürlich...“

 „Mir ist so schlecht!“

 „Dann setz dich!“

 „Wo?“

 „Gibt es hier auf diesem Balkon keinen Stuhl?“

 „Siehst du einen?“

 „Ich sehe einen Tisch, aber keinen Stuhl!“

 „Mir ist so schlecht!“

 „Dann geh doch auf die Toilette und übergebe dich!“

 „Das hab ich ja vorgehabt!“

 „Aber?“

 „Alice ist da drin.“

 „Also besetzt!“

 „Ich würde sagen sie ist besetzt!“

 

 William nickte mit dem Kopf. Kurze Zeit später lachte er kurz auf.

 

 „Ein Blitzmerker!“, sagte Maggie.

 „Ja Maggie. Manchmal ja.“

 „Gefällt dir mein Name?“

 „Ganz ehrlich?“

 „Nein lüg mir ins Gesicht! Sage mir auf keinen Fall die Wahrheit!“

 „Der Name ist wunderschön! Ich habe noch nie einen besseren Namen gehört wie deinen!“, sagte William und schaute dabei aus dem Balkon.

 „Du bist ein schlechter Lügner!“

 „Darf ich dich Meg nennen?“
 „Meg?“

 „Ja Meg!“

 „Ist das nicht die Kurzform von Megan oder so?“

 „Ja, aber ich finde Meg passt besser zu dir!“

 „Meg?“

 „Meg!“

 „Meg!“

 „Also, ich nenne dich ab jetzt Meg!“

 

Meg lachte, doch kurze Augenblicke später beugte sie sich über den Balkon und übergab sich einmal kurz.

 

 „Oh Gott! Das ist mir so peinlich!“, sagte sie.

 „Warum?“

 „Mir ist das so peinlich!“

 „Das muss dir doch nicht peinlich sein! Das ist normal. Was denkst du wie oft ich mich schon übergeben habe?“

 „Danke, das motiviert!“

 „Sieh es nicht so eng, was ich sage.“

 „Habe ich auch nicht.“

 „Geht es dir besser?“

 „Ein wenig.“

 „Hast du eine Freundin, William?“

 

 William war wegen der Frage sichtlich überrascht. Er konnte nicht sofort darauf antworten.

 

 „Hast du nun eine?“

 „Nein.“

 „Und warum hast du so lange überlegt?“

 „Ich war nicht auf die Frage vorbereitet!“

 

 Meg sah ihn an. Aufmerksam.

 „Irgendwie mag ich dich, Will. Darf ich dich Will nennen?“

 „Sicher. Und warum magst du mich?“

 „Keine Ahnung! Du bist keiner dieser Alkoholiker dort.“

 „Ja ich muss ja noch fahren. Wenn das Elika hören würde.“

 „Elika? Also hast du doch eine Freundin?“
 „Elika ist mein Hund!“

 „Ich will eine Wette mir dir abschließen!“

 „Was für eine Wette?“

 „Ich wette, dass sich William nicht traut mich zu küssen!“

 „Was ist das für eine Wette?“

 „Eine interessante.“

 

 William sah sich Meg genauer an. Er sah ihr an, dass sie ein wenig angetrunken ist.

 

 „Und was machst du, wenn ich dich nicht küsse?“

 „Traurig sein!“

 „Du wirst traurig, wenn ich dich nicht küsse?“

 „Wirst du mich jetzt küssen, oder nicht?“

 

 William sah sie an und drehte den Kopf weg.

 

 „Ich wusste es. Hast du eine Zigarette?“

 

  William holte die Packung Zigaretten aus seiner Hosentasche und merkte das Meg ihm den Rücken zu wandte. Er tippte ihr auf die Schulter und sie reichte ihm die rechte Hand nach der Zigarette. Es kostete ihn viel Überwindung ihren Kopf in eine angemessene Position zu drehen und sie anschließend zu küssen.

 

 „Immer noch traurig?“

 „Weswegen?“

 „Weiß ich nicht!“

 

 Meg küsste ihn nocheinmal kurz.

 

 „Kannst du mich heimfahren?“

 „Äh was?“

 „Nur heimfahren. Nur weil ich dich geküsst habe, muss ich nicht sofort mit dir ins Bett!“

 „Okay, okay. Aber ich habe auch eine Wette!“

 „Und die wäre?“, fragte sie und lächelte ihn lieb an.

 „Ich wette Meg traut sich nicht mit mir nächsten Freitag ein Date zu haben?“

 „Du hast garnicht gefragt ob Meg einen Freund hat!“

 „Du hast keinen!“

 „Wer weiß?“

 „Hast du einen?“

 „Nein.“

 „Und wie geht meine Wette aus?“

 

 Meg küsste ihn nochmal.

 

 „Es heißt, dass Augen mehr als tausend Worte sagen. Und ein Kuss ist unendlich!“

 „Das sehe ich als ein Ja!“

 „Hol mich am Freitag um acht Uhr ab.“

 

 

 

23.8.09 22:37, kommentieren

Irre- Kapitel 3

Kapitel 3:

 

 

 Es klingelte an Anthonys Tür. Anthony öffnete die Tür und sah William davor stehen.

 

 „Ein Bier?“, fragte er sofort.

 „Ja eines schadet nicht! Hallo als erstes!“

 „Lang nicht gesehen. Wie gehts dir? Ja hallo stimmt!“

 „Ziemlich gelangweilt. Ich höre ja immer noch nichts!“

 „Die Party beginnt ja auch erst in knapp einer Stunde!“

 „Und ich muss jetzt schon da sein?“

 „Willst Du dich die ganze Zeit langweilen?“

 „Ich komme aus einer anderen Stadt hergefahren. Ich hab knapp ne Stunde gebraucht und mir wurde gesagt, hier gibts Musik und Frauen. Ich klingel an deiner Scheiß Tür, Tony, du machst auf und hier ist eine Stimmung wie in einem Sarg!“

 „Du meinst Friedhof?“

 William betrat die Wohnung und gab ihm eine Wodkaflasche.

 „Ich hab mir so schnell keine Gedanken machen können, was ich mitbringen soll, also hab ich Wodka mitgebracht. Und nein! Ich meine Sarg! Du weißt schon was ein Sarg ist! In einem Sarg werden in der Regel Leute beerdigt! Da drin ist dann nichts, außer ein Toter! Der bewegt sich nicht, er sagt nichts mehr und atmet nicht! Auf einem Friedhof gibt es noch Menschen die dahin gehen und jedem zeigen müssen, dass sie traurig sind. Sie gehen dorthin um jedem zu zeigen, ich bin traurig! Kommt her und bemitleidet mich! Und in diesem Moment vergessen sie aber auch, dass auch andere Menschen einen geliebten Menschen verloren haben! Und so eine Stimmung ist hier nicht! Nein! Ich höre keine Musik und noch nicht mal irgendwelche Stimmen, außer der meinen! Also rede ich mit mir selbst! Und wenn ich nichts sage ist es hier still wie in einem Sarg!“

 Anthony sieht in fragestellend an. Er überlegt was er sagen soll. Aber man merkte Tony schon an, dass er sowas von William gewöhnt war.

 

 „Du bist schon ein Freak!“

 „Halt deinen Mund und lass dich begrüßen!“

 

 William und Tony begrüßen sich indem sie sich in den Arm nehmen und übertrieben hart auf ihre Rücken schlagen um zu zeigen wie männlich sie sind.

 

 „Wie gehts dir, Will?“

 „Es könnte schon besser gehen!“

 „Ist was passiert?“

 „Nein, mir ist nur langweilig!“

 „Komm rein und hol dir ein Bier!“

 

 William betrat die Küche und sah Hank und noch zwei weitere Männer am Tisch sitzen. Einer schlief, der andere tippte auf seinem Handy rum und Hank rauchte eine Zigarette.

 

 „Schaut mal her welcher dahergelaufene Hund hier ist!“, rief Tony im lachenden Ton.

 

 Hank stand auf und ging auf William zu. Zwar langsam aber ging.

 

 „Wer ist dieser Penner, der da steht?“, fragte er.

 „Wer ist denn dieses Arschloch, dass so überraschend tut?“, erwiderte William Hanks Witz.

 „Ist es vielleicht der Weihnachtsmann?“

 „Nein, der existiert nicht!“

 „Ist es vielleicht Batman?“

 „Batman trägt eine Maske!“

 „Ist es vielleicht das Arschloch, dass ich angerufen habe und wollte das er zu einer Party kommt?“

 „Vielleicht? Wenn mir dieses Sackgesicht sagen würde, wen er meint, dann kann ich antworten!“

 „Hmmm...., Ist es vielleicht William? William Meyers?“

 „Bingo! Der Kandidat hat gewonnen!“

 „Und was hat der Kandidat gewonnen?“

 „Einen Tritt in seinen scheiß, häßlichen und ungepflegten Arsch!“

 „Komm her, Mann!“

 

 Sie begrüßten sich auf eine ähnliche Art und Weise wie William vorhin mit Tony.

 

 „Wie gehts?“, fragte Hank.

 „Wo kann man hier rauchen?“, fragte William Tony.

 „Überall!“, antwortete Tony.

 „Hast du `ne Zigarette, Hank?“

 „Ich habe gedacht, du hast aufgehört!“

 „Lass uns auf den Balkon gehen!“

 

 Hank gab ihm eine Zigarette und dann gingen beide auf den Balkon. Tony merkte, dass sie sich in Ruhe unterhalten wollten und lies die beiden gehen.

 

 „Wie gehts?“, fragte Hank erneut.

 „Hm, so lala.“

 „Patricia?“

 „Ja.“

 „Lass sie doch gehen! Sie hat dir nicht gut getan und du hängst noch an ihr, Mann.“

 „Gib mal Feuer!... Danke! Ihr habt alle Recht. Selbst du! Sag mal, warum hängst du noch an ihr?“

 „Wir waren vier Jahre zusammen! Denkst du da vergisst man die Zeit?“

 „Ihr seid jetzt aber auch eineinhalb Jahre auseinander! Du bemittleidest dich ja selbst!“

 „Ja ich weiß!“

 „Pass auf, Mann! Wenn später die Bräute kommen, will ich das du dir eine angelst! Und dann fragst du nach ihrer Handynummer! Dann rufst du sie nach drei Tagen an und fragst ob ihr was unternehmen wollt! Ok, Mann?“

 „Warum nach drei Tagen?“

 „Pass auf, Mann, ich erkläre dir jetzt was! Anscheinend hat dir Patricia jede Logik aus dem Hirn gesaugt! Nicht alle, aber die meisten Frauen wollen erobert werden! Die meisten, nicht alle, aber die meisten! Vielleicht lockerst du sie mit ein bisschen Alkohol. Und sage selbst du bist schon ein wenig angetrunken! Bist du mit dem Auto da?“

 „Ja!“

 „Hm, ok! Das erschwert das ein wenig, Mann. Dann gehst du zu einer hin und fragst, ob sie durstig ist. Du bringst ihr ein Glas mit irgendeiner harten Mischung. Sie wird es probieren und auf jeden Fall wird sie sich bedanken! Das erste Tor hast du geschossen! Danach, Mann, fängt ihr an zu erzählen! Aber bitte, Will, tu uns allen einen Scheiß riesen Gefallen! Verliere nicht zu viel über Patricia! Und nach und nach werdet ihr euch nähern!  Ihr wechselt die Nummern und du rufst sie spätestens am dritten Tag an! Lass sie ein wenig warten. Sage ihr dann, du hättest dich schon früher gemeldet, aber du warst dir nicht sicher, ob sie dich auch sehen will. Kleiner Smalltalk und dann macht ihr ein Date für das Wochende klar. Hast du es verstanden, Mann?“

 

 William lachte als Hank mit seiner Philosophie zu Ende war.

 „Du bist ein Idiot! Aber ok! Ich werde heute hier eine kennenlernen, ihre Nummer fragen und am Wochenende habe ich ein Date!“

 „Das ist er! Das ist der neue Will! Los gehen wir rein!“

 

Beide betreten die Wohnung erneut. Tony unterhält sich mit dem einem für William fremden.

 

 „Hey, Will! Komm her! Ignorier den pennenden Itaker da und komm zu uns!“, rief Tony.

 „Er sieht garnicht aus wie ein Italiener!“, entgegnete William.

 „Er ist auch keiner. Er wäre es gerne! Er benimmt sich nur manchmal wie einer!“

 

 William ging zu den beiden.

 

 „Ich geh mal aufs Klo.“, sagte Hank und ging.

 „Geh mit Gott aber geh!“, scherzte Tony.

 „Das hier ist Captain Hook!“

 „Captain Hook?“

 „Ja die Leute nennen mich so, weil ich James Hook heiße!“, sagte der Fremde.

 „Das ist auch eine Verarsche, oder?“

 „Nein, nein! Meine Eltern fanden es super, wenn sie mich so nennen. Peter Pan ist ihre Lieblingsgeschichte. Sie haben sie immer und immer wieder erzählt bekommen von ihren Großeltern.“

 „Sind deine Eltern Geschwister?“

 „Was?“

 „Ja sind deine...“
 „Sachte William! Ich nehme es nicht so ernst. Nein sind sie nicht! Sie kennen sich quasi seit der Geburt! Mein Vater ist zwei Tage älter als meine Mutter und beide sind im gleichen Krankenhaus zur Welt gekommen. Beide Mütter waren Zimmergenossen.“

 „Der Zufall schreibt die merkwürdigsten Geschichten!“

 „Ja das tut es.“, mischte sich Tony ein.

 

 Es klingelte an der Tür und Tony ging hin.

 

 „Und wie heißt der Itaker dort?“

 „Eigentlich heißt er Eddie! Oder Edward! Wir nennen ihn Eduardo!“

 „Eduardo klingt aber eigentlich mehr nach Latino!“

 „Der ist so dumm, der merkt es nicht!“

 „Dumm?“

 „Das wirst du noch merken!“

 „Ja ok, wenn du das sagst...“

 

 Tony kam in die Küche und hinter ihm waren zwei Frauen.

 

 „Die ersten Frauen sind da! Schmeißt die Musik an!“

 

 Tony tanzt auffällig und sehr schwul aussehend an allen vorbei ins Wohnzimmer.

 

 „Ist der schwul?“, fragte die eine.

 „Der nein! Nur immer gut drauf!“, antwortete die andere.

 

 Hank kam aus der Toilette und schloss seinen Gürtel ohne dabei auf die anderen zu achten.

 

 „Boah Mann! Gleich viel besser! Zehn Kilo aus dem Arsch raus, da fühlt man sich viel besser, auch wenn der Arsch gerade weh tut!“, sagte er.

 

 Als er diesen Satz beendete, bemerkte er die beiden Frauen.

 

 „Scheiße!“, sagte er und sah sich um. Er ging in die Küche zu James, William und Eddie. Er ging zu William und sagte: „Warum hast du Penner nicht gesagt, dass Frauen nun da sind.

 „Hast du das klingeln nicht gehört?“

 „Nein!“

 „Dann kann ich nichts dafür, dass du so laut am kacken bist!“

 

 Die beiden Frauen lachen.

 

 „Hi, Alice!“, stellte sich die Blondine vor.

 „William!“

 „Freut mich!“, sagte Alice.

 „Und du?“, fragte William die Brünette.

 „Maggie!“

 „Maggie?“

 „Maggie!“

 „Maggie?“

 „Ja Maggie! Eigentlich Magareth!“

 „Aha! Jedensfalls freut es mich, Maggie, deine Bekanntschaft zu machen!“

 „Mich auch!“

23.8.09 18:49, kommentieren

Irre- Kapitel 2

Kapitel 2:

 

 Der Spaziergang war lange. Aber wenigstens hat William dabei etwas gegessen. Erschöpft saß er auf dem Sofa und hat ferngesehen. Er zappte nur durch und fand nichts interessantes im Fernsehen. Er langweilte sich und hatte keine Lust irgendwas auf seinen Konsolen zu spielen,  die Zeit im Internet zu verweilen oder Musik zu hören.

 

 „So ein Tag wie heute, der dürfte nie vergehen!“, sagte er und schaute dabei auf Elika.

 

 Elika schaute ihn dabei etwas verwundert an.

 

 „Ja ist doch so, oder? Es ist Freitag und ich Depp sitze zu Hause und mache nichts! Mit dir kann man nicht mal Karten spielen!“

 

 Kaum war der Satz ausgesprochen klingelte sein Handy. Verwundert über einen Anruf schaute er auf das Display und las den Namen Hank.

 

 „Was gibts du Wichser?“, fragte er Hank.

 „Was machst du heute noch?“

 „Ne Nummer schieben!“

 „Gerade weil du ne Frau abbekommen hast! Was machst du heute, Mann?“

 „Nichts, warum?“

 „Hier läuft ne Party. Komm vorbei! Hier gibts Chicks!“

 „Wo ist die Party?“

 „Du weißt doch wo Anthony wohnt, oder?“

 „Ja so in etwa...“

 „Ja und genau da ist ne Party! Ist zwar nur ne Wohnung, aber da läuft ne Party!“

 „Eine Wohnungsparty?“

 „Ja oder was denkst du?“

 „Ne Hausparty, du Blödmann!“

 „Nein Mann! Ne scheiß, verfickte Wohnungsparty! Hey Mann, die Wohnung ist groß! Hier kann jeder ficken, der will! Hier ist genug Platz!“

 „Ich höre aber nichts im Hintergrund!“

 „Weil noch niemand eine richtig abgefüllt hat um zu...“

 „Boah ey, halt mal dein Maul! Auf ficken hab ich keine Lust gerade! Ich höre keine Musik!“

 „Ja wir bauen ja noch auf! Und es ist mir klar, dass du keine Frau abhaben willst. Du hast ja einen Hund!“

 „Denkst du etwa ich vögel mit Tieren?“

 „Jeder hat seine Geheimnisse!“

 „Ja genauso wie du einen kleinen Schwanz hast!“

 „Kommst du nun?“

 „Gib mir etwa eine Stunde, dann komme ich!“

 „Okay Mann! Ich liebe dich!“

 „Schwuchtel!“

 

William legt auf und schaut auf Elika. Er sieht sie an und überlegt.

 

 „Wenn Du mir in die Wohnung machst, kannst Du dir ab Morgen ne neue Bleibe suchen! Haben wir das verstanden?“

 

 Elika sah in bedeutungslos an.

 

 „Ich komme morgen wieder! Pass auf, okay!“

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