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Irre- Kapitel 3

Kapitel 3:

 

 

 Es klingelte an Anthonys Tür. Anthony öffnete die Tür und sah William davor stehen.

 

 „Ein Bier?“, fragte er sofort.

 „Ja eines schadet nicht! Hallo als erstes!“

 „Lang nicht gesehen. Wie gehts dir? Ja hallo stimmt!“

 „Ziemlich gelangweilt. Ich höre ja immer noch nichts!“

 „Die Party beginnt ja auch erst in knapp einer Stunde!“

 „Und ich muss jetzt schon da sein?“

 „Willst Du dich die ganze Zeit langweilen?“

 „Ich komme aus einer anderen Stadt hergefahren. Ich hab knapp ne Stunde gebraucht und mir wurde gesagt, hier gibts Musik und Frauen. Ich klingel an deiner Scheiß Tür, Tony, du machst auf und hier ist eine Stimmung wie in einem Sarg!“

 „Du meinst Friedhof?“

 William betrat die Wohnung und gab ihm eine Wodkaflasche.

 „Ich hab mir so schnell keine Gedanken machen können, was ich mitbringen soll, also hab ich Wodka mitgebracht. Und nein! Ich meine Sarg! Du weißt schon was ein Sarg ist! In einem Sarg werden in der Regel Leute beerdigt! Da drin ist dann nichts, außer ein Toter! Der bewegt sich nicht, er sagt nichts mehr und atmet nicht! Auf einem Friedhof gibt es noch Menschen die dahin gehen und jedem zeigen müssen, dass sie traurig sind. Sie gehen dorthin um jedem zu zeigen, ich bin traurig! Kommt her und bemitleidet mich! Und in diesem Moment vergessen sie aber auch, dass auch andere Menschen einen geliebten Menschen verloren haben! Und so eine Stimmung ist hier nicht! Nein! Ich höre keine Musik und noch nicht mal irgendwelche Stimmen, außer der meinen! Also rede ich mit mir selbst! Und wenn ich nichts sage ist es hier still wie in einem Sarg!“

 Anthony sieht in fragestellend an. Er überlegt was er sagen soll. Aber man merkte Tony schon an, dass er sowas von William gewöhnt war.

 

 „Du bist schon ein Freak!“

 „Halt deinen Mund und lass dich begrüßen!“

 

 William und Tony begrüßen sich indem sie sich in den Arm nehmen und übertrieben hart auf ihre Rücken schlagen um zu zeigen wie männlich sie sind.

 

 „Wie gehts dir, Will?“

 „Es könnte schon besser gehen!“

 „Ist was passiert?“

 „Nein, mir ist nur langweilig!“

 „Komm rein und hol dir ein Bier!“

 

 William betrat die Küche und sah Hank und noch zwei weitere Männer am Tisch sitzen. Einer schlief, der andere tippte auf seinem Handy rum und Hank rauchte eine Zigarette.

 

 „Schaut mal her welcher dahergelaufene Hund hier ist!“, rief Tony im lachenden Ton.

 

 Hank stand auf und ging auf William zu. Zwar langsam aber ging.

 

 „Wer ist dieser Penner, der da steht?“, fragte er.

 „Wer ist denn dieses Arschloch, dass so überraschend tut?“, erwiderte William Hanks Witz.

 „Ist es vielleicht der Weihnachtsmann?“

 „Nein, der existiert nicht!“

 „Ist es vielleicht Batman?“

 „Batman trägt eine Maske!“

 „Ist es vielleicht das Arschloch, dass ich angerufen habe und wollte das er zu einer Party kommt?“

 „Vielleicht? Wenn mir dieses Sackgesicht sagen würde, wen er meint, dann kann ich antworten!“

 „Hmmm...., Ist es vielleicht William? William Meyers?“

 „Bingo! Der Kandidat hat gewonnen!“

 „Und was hat der Kandidat gewonnen?“

 „Einen Tritt in seinen scheiß, häßlichen und ungepflegten Arsch!“

 „Komm her, Mann!“

 

 Sie begrüßten sich auf eine ähnliche Art und Weise wie William vorhin mit Tony.

 

 „Wie gehts?“, fragte Hank.

 „Wo kann man hier rauchen?“, fragte William Tony.

 „Überall!“, antwortete Tony.

 „Hast du `ne Zigarette, Hank?“

 „Ich habe gedacht, du hast aufgehört!“

 „Lass uns auf den Balkon gehen!“

 

 Hank gab ihm eine Zigarette und dann gingen beide auf den Balkon. Tony merkte, dass sie sich in Ruhe unterhalten wollten und lies die beiden gehen.

 

 „Wie gehts?“, fragte Hank erneut.

 „Hm, so lala.“

 „Patricia?“

 „Ja.“

 „Lass sie doch gehen! Sie hat dir nicht gut getan und du hängst noch an ihr, Mann.“

 „Gib mal Feuer!... Danke! Ihr habt alle Recht. Selbst du! Sag mal, warum hängst du noch an ihr?“

 „Wir waren vier Jahre zusammen! Denkst du da vergisst man die Zeit?“

 „Ihr seid jetzt aber auch eineinhalb Jahre auseinander! Du bemittleidest dich ja selbst!“

 „Ja ich weiß!“

 „Pass auf, Mann! Wenn später die Bräute kommen, will ich das du dir eine angelst! Und dann fragst du nach ihrer Handynummer! Dann rufst du sie nach drei Tagen an und fragst ob ihr was unternehmen wollt! Ok, Mann?“

 „Warum nach drei Tagen?“

 „Pass auf, Mann, ich erkläre dir jetzt was! Anscheinend hat dir Patricia jede Logik aus dem Hirn gesaugt! Nicht alle, aber die meisten Frauen wollen erobert werden! Die meisten, nicht alle, aber die meisten! Vielleicht lockerst du sie mit ein bisschen Alkohol. Und sage selbst du bist schon ein wenig angetrunken! Bist du mit dem Auto da?“

 „Ja!“

 „Hm, ok! Das erschwert das ein wenig, Mann. Dann gehst du zu einer hin und fragst, ob sie durstig ist. Du bringst ihr ein Glas mit irgendeiner harten Mischung. Sie wird es probieren und auf jeden Fall wird sie sich bedanken! Das erste Tor hast du geschossen! Danach, Mann, fängt ihr an zu erzählen! Aber bitte, Will, tu uns allen einen Scheiß riesen Gefallen! Verliere nicht zu viel über Patricia! Und nach und nach werdet ihr euch nähern!  Ihr wechselt die Nummern und du rufst sie spätestens am dritten Tag an! Lass sie ein wenig warten. Sage ihr dann, du hättest dich schon früher gemeldet, aber du warst dir nicht sicher, ob sie dich auch sehen will. Kleiner Smalltalk und dann macht ihr ein Date für das Wochende klar. Hast du es verstanden, Mann?“

 

 William lachte als Hank mit seiner Philosophie zu Ende war.

 „Du bist ein Idiot! Aber ok! Ich werde heute hier eine kennenlernen, ihre Nummer fragen und am Wochenende habe ich ein Date!“

 „Das ist er! Das ist der neue Will! Los gehen wir rein!“

 

Beide betreten die Wohnung erneut. Tony unterhält sich mit dem einem für William fremden.

 

 „Hey, Will! Komm her! Ignorier den pennenden Itaker da und komm zu uns!“, rief Tony.

 „Er sieht garnicht aus wie ein Italiener!“, entgegnete William.

 „Er ist auch keiner. Er wäre es gerne! Er benimmt sich nur manchmal wie einer!“

 

 William ging zu den beiden.

 

 „Ich geh mal aufs Klo.“, sagte Hank und ging.

 „Geh mit Gott aber geh!“, scherzte Tony.

 „Das hier ist Captain Hook!“

 „Captain Hook?“

 „Ja die Leute nennen mich so, weil ich James Hook heiße!“, sagte der Fremde.

 „Das ist auch eine Verarsche, oder?“

 „Nein, nein! Meine Eltern fanden es super, wenn sie mich so nennen. Peter Pan ist ihre Lieblingsgeschichte. Sie haben sie immer und immer wieder erzählt bekommen von ihren Großeltern.“

 „Sind deine Eltern Geschwister?“

 „Was?“

 „Ja sind deine...“
 „Sachte William! Ich nehme es nicht so ernst. Nein sind sie nicht! Sie kennen sich quasi seit der Geburt! Mein Vater ist zwei Tage älter als meine Mutter und beide sind im gleichen Krankenhaus zur Welt gekommen. Beide Mütter waren Zimmergenossen.“

 „Der Zufall schreibt die merkwürdigsten Geschichten!“

 „Ja das tut es.“, mischte sich Tony ein.

 

 Es klingelte an der Tür und Tony ging hin.

 

 „Und wie heißt der Itaker dort?“

 „Eigentlich heißt er Eddie! Oder Edward! Wir nennen ihn Eduardo!“

 „Eduardo klingt aber eigentlich mehr nach Latino!“

 „Der ist so dumm, der merkt es nicht!“

 „Dumm?“

 „Das wirst du noch merken!“

 „Ja ok, wenn du das sagst...“

 

 Tony kam in die Küche und hinter ihm waren zwei Frauen.

 

 „Die ersten Frauen sind da! Schmeißt die Musik an!“

 

 Tony tanzt auffällig und sehr schwul aussehend an allen vorbei ins Wohnzimmer.

 

 „Ist der schwul?“, fragte die eine.

 „Der nein! Nur immer gut drauf!“, antwortete die andere.

 

 Hank kam aus der Toilette und schloss seinen Gürtel ohne dabei auf die anderen zu achten.

 

 „Boah Mann! Gleich viel besser! Zehn Kilo aus dem Arsch raus, da fühlt man sich viel besser, auch wenn der Arsch gerade weh tut!“, sagte er.

 

 Als er diesen Satz beendete, bemerkte er die beiden Frauen.

 

 „Scheiße!“, sagte er und sah sich um. Er ging in die Küche zu James, William und Eddie. Er ging zu William und sagte: „Warum hast du Penner nicht gesagt, dass Frauen nun da sind.

 „Hast du das klingeln nicht gehört?“

 „Nein!“

 „Dann kann ich nichts dafür, dass du so laut am kacken bist!“

 

 Die beiden Frauen lachen.

 

 „Hi, Alice!“, stellte sich die Blondine vor.

 „William!“

 „Freut mich!“, sagte Alice.

 „Und du?“, fragte William die Brünette.

 „Maggie!“

 „Maggie?“

 „Maggie!“

 „Maggie?“

 „Ja Maggie! Eigentlich Magareth!“

 „Aha! Jedensfalls freut es mich, Maggie, deine Bekanntschaft zu machen!“

 „Mich auch!“

23.8.09 18:49

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