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Irre- Kapitel 4

Kapitel 4:

 

 Die Party war im vollen Gange. Es war erstaunlich, dass soviele Leute in eine Wohnung passen. Es bildeten sich Gruppen, die ersten Pärchen, Sauffreunde und auch die ersten Alkoholleichen lagen auf dem Boden, auf dem Sofa oder Couch oder schliefen irgendwo wo Platz ist.

 

 William konnte nichts trinken. Er musste noch nach Hause fahren. Man musste kein Genie sein um zu erkennen, dass er deswegen ein wenig frustriert war. Er stand alleine auf dem Balkon und hielt seine Cola in der Hand. Seine Zigarette rauchte er in aller Ruhe. Zumindest sollte es so aussehen. Seine Gedanken waren komplett woanders. Er wollte am liebsten gehen. Den Vorschlag seines Freundes, Hank, ging er nicht ein. Seinen inneren Schweinehund konnte er nicht überwinden und so fristete er ein Schattendasein. Er unterhielt sich den ganzen Abend zwar mit einigen Leuten und auch einigen Frauen, aber so richtig wollte der Funken bei keiner Frau anspringen und bei den Männern keine richtige Sympathie entstehen. William fühlte sich nicht einsam oder verlassen auf der Feier. Er fühlte sich ein wenig unwohl. Etwas nervös wurde er als er plötzlich mitbekam, dass sich Fussschritte sich in Richtung Balkon näherten. Etwas wartend und überraschend schaute er in Richtung Balkontür. Sie öffnete sich und Maggie kam heraus.

 

 „Oh Verzeih!“, sagte sie.

 „Warum?“, fragte er.

 „Ich wusste nicht...“

 „... dass ich hier mich langweile?“

 „Störe ich?“

 „Nein! Stören tust du nicht.“

 

Maggie lächelte.

 

 „Maggie, richtig?“

 „Ja Maggie. Du warst William?“

 „Ja!“

 „Wie gehts dir Maggie?“

 „Ein bisschen zu viel getrunken, und dir?“

 „Ein bisschen zu wenig getrunken.“

 

Maggie lachte kurz auf.

 

 „Zu wenig?“

 „Ja zu wenig. Ich fahre noch Hause. Und da will ich nicht unbedingt noch etwas riskieren.“

 „Sag bloß du hast Angst vor der Polizei?“

 „Wer hat das nicht? Sag mir jetzt nicht, dass du der Polizei gegenüber furchtlos bist?“

 „Ich? Ich bin eine Maschine!“

 „Natürlich...“

 „Mir ist so schlecht!“

 „Dann setz dich!“

 „Wo?“

 „Gibt es hier auf diesem Balkon keinen Stuhl?“

 „Siehst du einen?“

 „Ich sehe einen Tisch, aber keinen Stuhl!“

 „Mir ist so schlecht!“

 „Dann geh doch auf die Toilette und übergebe dich!“

 „Das hab ich ja vorgehabt!“

 „Aber?“

 „Alice ist da drin.“

 „Also besetzt!“

 „Ich würde sagen sie ist besetzt!“

 

 William nickte mit dem Kopf. Kurze Zeit später lachte er kurz auf.

 

 „Ein Blitzmerker!“, sagte Maggie.

 „Ja Maggie. Manchmal ja.“

 „Gefällt dir mein Name?“

 „Ganz ehrlich?“

 „Nein lüg mir ins Gesicht! Sage mir auf keinen Fall die Wahrheit!“

 „Der Name ist wunderschön! Ich habe noch nie einen besseren Namen gehört wie deinen!“, sagte William und schaute dabei aus dem Balkon.

 „Du bist ein schlechter Lügner!“

 „Darf ich dich Meg nennen?“
 „Meg?“

 „Ja Meg!“

 „Ist das nicht die Kurzform von Megan oder so?“

 „Ja, aber ich finde Meg passt besser zu dir!“

 „Meg?“

 „Meg!“

 „Meg!“

 „Also, ich nenne dich ab jetzt Meg!“

 

Meg lachte, doch kurze Augenblicke später beugte sie sich über den Balkon und übergab sich einmal kurz.

 

 „Oh Gott! Das ist mir so peinlich!“, sagte sie.

 „Warum?“

 „Mir ist das so peinlich!“

 „Das muss dir doch nicht peinlich sein! Das ist normal. Was denkst du wie oft ich mich schon übergeben habe?“

 „Danke, das motiviert!“

 „Sieh es nicht so eng, was ich sage.“

 „Habe ich auch nicht.“

 „Geht es dir besser?“

 „Ein wenig.“

 „Hast du eine Freundin, William?“

 

 William war wegen der Frage sichtlich überrascht. Er konnte nicht sofort darauf antworten.

 

 „Hast du nun eine?“

 „Nein.“

 „Und warum hast du so lange überlegt?“

 „Ich war nicht auf die Frage vorbereitet!“

 

 Meg sah ihn an. Aufmerksam.

 „Irgendwie mag ich dich, Will. Darf ich dich Will nennen?“

 „Sicher. Und warum magst du mich?“

 „Keine Ahnung! Du bist keiner dieser Alkoholiker dort.“

 „Ja ich muss ja noch fahren. Wenn das Elika hören würde.“

 „Elika? Also hast du doch eine Freundin?“
 „Elika ist mein Hund!“

 „Ich will eine Wette mir dir abschließen!“

 „Was für eine Wette?“

 „Ich wette, dass sich William nicht traut mich zu küssen!“

 „Was ist das für eine Wette?“

 „Eine interessante.“

 

 William sah sich Meg genauer an. Er sah ihr an, dass sie ein wenig angetrunken ist.

 

 „Und was machst du, wenn ich dich nicht küsse?“

 „Traurig sein!“

 „Du wirst traurig, wenn ich dich nicht küsse?“

 „Wirst du mich jetzt küssen, oder nicht?“

 

 William sah sie an und drehte den Kopf weg.

 

 „Ich wusste es. Hast du eine Zigarette?“

 

  William holte die Packung Zigaretten aus seiner Hosentasche und merkte das Meg ihm den Rücken zu wandte. Er tippte ihr auf die Schulter und sie reichte ihm die rechte Hand nach der Zigarette. Es kostete ihn viel Überwindung ihren Kopf in eine angemessene Position zu drehen und sie anschließend zu küssen.

 

 „Immer noch traurig?“

 „Weswegen?“

 „Weiß ich nicht!“

 

 Meg küsste ihn nocheinmal kurz.

 

 „Kannst du mich heimfahren?“

 „Äh was?“

 „Nur heimfahren. Nur weil ich dich geküsst habe, muss ich nicht sofort mit dir ins Bett!“

 „Okay, okay. Aber ich habe auch eine Wette!“

 „Und die wäre?“, fragte sie und lächelte ihn lieb an.

 „Ich wette Meg traut sich nicht mit mir nächsten Freitag ein Date zu haben?“

 „Du hast garnicht gefragt ob Meg einen Freund hat!“

 „Du hast keinen!“

 „Wer weiß?“

 „Hast du einen?“

 „Nein.“

 „Und wie geht meine Wette aus?“

 

 Meg küsste ihn nochmal.

 

 „Es heißt, dass Augen mehr als tausend Worte sagen. Und ein Kuss ist unendlich!“

 „Das sehe ich als ein Ja!“

 „Hol mich am Freitag um acht Uhr ab.“

 

 

 

23.8.09 22:37

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