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Irre- Kapitel 5

Kapitel 5:

 

 

 William fuhr mit dem Auto und beobachtete in manchen Sekunden der Fahrt was Meg gerade tut. Sie saß neben ihm auf dem Beifahrersitz und ihr rechter Ellenbogen lehnte sich am Fenster an, während sie ihr Kopf an ihrer Hand sich lehnte.  William hatte das Gefühl, dass sie nachdenkt, da während der bisherigen Fahrt kein einziges Wort gesagt wurde. Er wusste nicht, ob er sie ansprechen sollte oder nicht. Die Musik drehte er leiser, sie war sowieso nicht laut.

 

 „Worüber denkst du gerade nach?“, fragte er und wollte das Eis brechen.

 „Über nichts besonderes!“, antwortete Meg.

 „Du siehst so nachdenklich aus. Was beschäftigt dich?“

 „Nichts...“

 „Meg! Was ist? Du kommst schon nach Hause, keine Sorge.“

 „Darüber sorge ich mich nicht.“

 „Aber du sorgst dich wegen was. Was los?“

 „Ich mache mir keine Sorgen!“

 

 William hielt am Wegesrand an und schaltete den Motor ab. Das Licht seines Skoda Octavia lies er an. Es war ja noch dunkel, dachte er sich.

 

 „Warum hältst du an?“, fragte sie sehr überrascht und etwas apathisch.

 „Ich weiß was dich beschäftigt!“

 „Du machst mir Angst...“

 „Du brauchst keine Angst zu haben. Meine Fingerabdrücke sind aktenkundig!“

 „Was?“

 „Egal! Du musst keine Angst haben vor mir.“

 „Mir macht es mehr Angst, dass wir mitten auf der Straße stehen, in der Dunkelheit, wo uns jeder hinten reinfahren kann oder irgendein Psychopath jedem Moment aus dem nichts auftaucht und uns weh tut.“

 

 William sah sich im Auto um. Er wollte Ruhe ausstrahlen.

 

 „Das macht mich noch nervöser!“, sagte sie.

 „Was denn?“

 „Das du versuchst Ruhe auszustrahlen, aber es irgendwie ins lächerliche ziehst.“

 „Was beschäftigt dich, Meg?“

 „Es ist nichts...“

 „Du kennst mich seit zwei Stunden. Okay etwas länger, aber auf die paar Stunden kommt es nicht mehr an. Du hast mit mir ein Date am Freitag und denkst jetzt ob du dich richtig entschlossen hast. Du hast mich geküsst, auch wenn du besoffen warst oder bist...“

 „Als ich dich geküsst habe, wurde ich nüchtern.“, unterbrach sie ihn.

 

 William war sprachlos. Er wollte gerade was sagen als hinter ihm ein Auto zum stehen kam und Lichthupe gab, dass er weiterfahren soll.

 

 „Hey du Wichser!“, rief der Fahrer aus dem Auto. „Fahr weiter!“

 William kurbelte das Fenster runter und rief: „Nenn mich nicht Wichser, du Rentner! Wir haben hier irgendne Panne! Fahr weiter, du Arsch!“

 

 Der Fahrer fuhr weiter. Auch im dunkeln konnte man sein grimmiges Gesicht erkennen.

 

 „Ich habe ein Problem, William.“, sagte Meg während er das Fenster wieder hochkurbelte.

 „Ich habe ein Problem! Ich verliebe mich schnell habe Angst wieder verarscht zu werden.“

 „Wie alt bist du?“

 „Was hat das damit zu tun?“

 „Wie alt bist du?“

 „24! Und du?“

 „27! Wir fallen alle auf etwas rein. Ich fahr dich jetzt nach Hause und wir treffen uns am Freitag! Wir gehen ins Kino und dann...“

 „... gehen wir was trinken und reden über den Film! Das kenne ich!“

 „Und dann reden wir über uns.“

 „Über uns?“

 „Uns!“

 „Uns?“
 „Soll das ein Running Gag werden? Uns!“

 „Du bist anders, William...“
 „Ich bin nicht anders. Ich bin genauso wie jeder andere der dich heimgefahren hat und dich ins Kino eingeladen hat und eigentlich danach mit dir über den Film reden wollte.“

 „Was soll das heißen?“

 „Das wirst du am Samstag sehen!“

 „Freitag!“

 „Meine ich doch!“

 

 William startete den Wagen. Er fuhr einige Meter und blieb ganz still. Nach etwa drei Minuten Fahrt sah er einen Unfall. Der Mann, der ihm die Lichthupe gab fuhr gegen eine Laterne und stand fassungslos da.

 

 „Ähhh?“, war Meg verwundert.

 „Nicht der Rede wert.“

 „Da nach der Kreuzung links.“

 „Links! Okay!“

„Ich meine rechts!“

 „Rechts?“

 „Ja Rechts!“

 

 William bog dann auch rechts ab. Meg schnallte sich ab und wollte aussteigen.

 

 „Bis Freitag, William Meyers.“

 „Bis Freitag, Meg...“

 

 Er überlegte ihren Nachnamen. Kannte ihn aber nicht.

 

 „Ich habe dir meinen Nachnamen nicht gesagt!“

 „Woher kennst du meinen?“

 „Das wirst du am Samstag sehen!“

 „Du meinst Freitag?“

 „Das wirst du sehen. Bis dann...“

 

 Sie stieg aus und William fuhr nach Hause.

26.8.09 16:37

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